gerne beraten wir Sie
0800 - 188 188 250 gebührenfrei aus Deutschland - 24h
+49 89 210 831 6030 Für Anrufer aus dem Ausland (* Tarif: normale Telefongeb. für einen Anruf nach DE.)
Oder schreiben Sie uns
Kontaktformular

Zahnfüllungen

07.08.2026

Erhöhte Schmerzempfindlichkeit der Zähne: Ursachen erkennen und Schmerzen reduzieren

Schmerzempfindliche Zähne: Ursachen und Behandlung

Ein unangenehmes Ziehen beim Trinken, Essen oder Zähneputzen kennen viele Menschen. Besonders kalte, warme, süße oder saure Nahrungsmittel können einen kurzen Schmerz am Zahn hervorrufen. Fachleute bezeichnen dieses Phänomen als Dentinhypersensibilität. Meist klingt sie rasch ab. Tritt der Schmerz wiederholt auf oder hält er länger an, ist eine Untersuchung beim Zahnarzt erforderlich.

So entstehen die Beschwerden

Der Zahnschmelz bildet die widerstandsfähige Außenschicht der sichtbaren Zahnkrone. Unter dieser Schutzschicht liegt das Zahnbein, in der zahnmedizinischen Fachsprache Dentin genannt. An den Zahnhälsen wird das Dentin vom Zahnfleisch abgeschirmt. Wenn der Zahnschmelz abgetragen wird oder sich das Zahnfleisch zurückzieht, wird das empfindliche Dentin freigelegt. Seine feinen Kanäle sind direkt mit dem Zahnnerv verbunden. Daher können Kälte, Hitze, Säuren, Zucker und direkte Berührungen bei freigelegtem Dentin einen Schmerzreiz auslösen. Der charakteristische stechende Schmerz klingt normalerweise kurz nach der Reizung wieder ab.

Mögliche Ursachen

  • Säureeinwirkung: Der häufige Verzehr von Fruchtsäften, Zitrusfrüchten, essighaltigen Produkten, Wein sowie Energy- und Softdrinks kann den Zahnschmelz angreifen.
  • Zu starke mechanische Belastung: Borsten der Zahnbürste oder starke, schrubbende Bewegungen beim Zähneputzen können sowohl das Zahnfleisch als auch die Zahnsubstanz beschädigen.
  • Freiliegende Zahnhälse: zunehmendem Alter erhöht sich das Risiko für Zahnfleischrückgang. Dieser kann jedoch auch durch eine bakteriell verursachte Parodontitis, also eine Entzündung des Zahnhalteapparats, verursacht werden.
  • Wiederholtes Zähneknirschen, das bei Betroffenen oftmals während des Schlafens auftritt, kann die Zahnsubstanz abtragen.
  • Veranlagung und Zahnstellung: Genetische Faktoren und Zahnfehlstellungen können ebenfalls zu freiliegenden Zahnhälsen führen.

Der richtige Umgang mit schmerzempfindlichen Zähnen

Mit einer schonenden Pflegeroutine und einer angepassten Ernährung kann die Schmerzempfindlichkeit häufig verringert werden:

  • Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten. Führen Sie diese mit geringem Druck und sanften Kreisbewegungen über die Zähne.
  • Putzen Sie mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta für schmerzempfindliche Zähne. Kaliumnitrat und vergleichbare Wirkstoffe können die Reizübertragung am Zahnnerv abschwächen. Whitening-Zahnpasten mit starkem Abriebeffekt sind dagegen weniger empfehlenswert für Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen.
  • Entfernen Sie Beläge aus den Zahnzwischenräumen täglich mit Zahnseide oder Interdentalbürstchen.
  • Nehmen Sie stark gesüßte oder säurehaltige Speisen und Getränke möglichst selten zu sich. Nach dem Verzehr empfiehlt es sich, den Mund mit Wasser auszuspülen und mit dem Zähneputzen rund 30 Minuten zu warten.
  • Salbei und Kamille können zeitweise für eine Verminderung der Empfindlichkeit sorgen. Diese Hausmittel ersetzen allerdings weder die tägliche Zahnpflege noch Behandlungen beim Zahnarzt.

Wann ist eine professionelle Untersuchung ratsam?

Des Weiteren können häufige oder länger bestehende Beschwerden auf andere behandlungsbedürftige Ursachen hinweisen. Dazu gehören beispielsweise Entzündungen des Zahnnervs oder des Zahnfleisches, Karies, kleine Risse der Zahnsubstanz sowie beschädigte Füllungen. Eine zahnärztliche Untersuchung verschafft Klarheit und bildet die Grundlage für die passende Behandlung.

Behandlungsmöglichkeiten

Freiliegende oder besonders sensible Zahnflächen lassen sich je nach Befund mit Fluoridpräparaten behandeln oder durch Kunststofffüllungen versiegeln. Bei ausgeprägtem Zahnfleischrückgang kann in bestimmten Fällen ein chirurgischer Eingriff erforderlich sein. Bei einer Parodontitis wird die Entzündung behandelt. Wer nachts mit den Zähnen knirscht, sollte seine Zähne mit einer entsprechenden Zahnschiene schützen. Durch regelmäßige Kontrolltermine beim Zahnarzt können zudem Zahnfleischerkrankungen, Schäden an Zahnfüllungen und nächtliches Zähneknirschen früh erkannt und behandelt werden. Ergänzend können durch eine professionelle Zahnreinigung Ablagerungen von Zahnbelag und Zahnstein beseitigt werden. Wir empfehlen, sie zweimal jährlich durchführen zu lassen.